Multiple-Choice-Fragen haben sich bewährt, aber sie in jeder Runde zu verwenden, wird schnell langweilig. Die gute Nachricht: AhaSlides unterstützt neun verschiedene Quizformate, die jeweils für unterschiedliche Zielgruppen, Situationen oder Lernziele geeignet sind. Dieser Leitfaden erläutert jedes Format anhand von Beispielen, Best-Practice-Szenarien und praktischen Tipps, damit Sie das passende Format für Ihr nächstes Quiz auswählen können.
1. Offenes Ende
Offene Fragen ermöglichen es den Teilnehmenden, jede beliebige Antwort zu formulieren. Es gibt keine festgelegte Liste von Antwortmöglichkeiten, wodurch echtes Wissen belohnt und Ideen zutage gefördert werden, die man vielleicht nicht erwartet hätte.
Beste Anwendungsfälle: Wissensüberprüfungen im Unterricht, Brainstorming-Sitzungen in Workshops, Teambuilding-Veranstaltungen, bei denen kreative oder lustige Antworten willkommen sind.
Beispielfrage: „Nennen Sie eine Erfindung aus dem 1800. Jahrhundert, die die Art und Weise der menschlichen Kommunikation verändert hat.“
In AhaSlides erfasst die offene Quizfolie die getippten Antworten direkt von den Smartphones der Teilnehmenden. Sobald zehn oder mehr Antworten eingegangen sind, können Sie mithilfe der Gruppierungsfunktion ähnliche Antworten zusammenfassen. Dies ist besonders hilfreich in Schulungen, in denen Sie häufige Fehlvorstellungen aufdecken möchten.
Tipps:
Die Frage sollte so präzise formuliert sein, dass es eine vertretbare richtige Antwort gibt, oder es sollten im Voraus klare Bewertungskriterien festgelegt werden.
Kombinieren Sie offene Fragerunden mit schnelleren Formaten wie Multiple Choice, um die Energie während eines längeren Quiz aufrechtzuerhalten.
Nutzen Sie die Gruppierungsfunktion, um die Diskussion zu erleichtern, anstatt eine einzelne Antwort anzuzeigen.

2. Multiple Choice
Multiple-Choice-Fragen präsentieren eine Aussage oder Frage mit zwei oder mehr Antwortmöglichkeiten, aus denen die Teilnehmenden die richtige auswählen. Es ist nicht umsonst das bekannteste Quizformat: Es lässt sich schnell durchführen, die Auswertung ist einfach und es eignet sich für Gruppen jeder Größe.
Beste Anwendungsfälle: Ob bei betrieblichen Schulungsbewertungen, formativen Überprüfungen im Unterricht, Aufwärmrunden bei Kneipenquiz oder in jeder Situation, in der Sie schnell den Wissensstand der Gruppe ermitteln möchten.
Beispielfrage: „Welcher Planet hat die meisten Monde?“ mit den Antwortmöglichkeiten: Erde, Jupiter, Saturn, Mars.
Was eine gute Multiple-Choice-Runde von einer vergessenswerten unterscheidet, ist die Qualität der falschen Antwortmöglichkeiten, der sogenannten Distraktoren. Plausible Distraktoren verunsichern selbstsichere Teilnehmer und geben weniger selbstsicheren eine Chance.
Tipps:
Fügen Sie mindestens eine Ablenkungsmöglichkeit hinzu, die häufig mit der richtigen Antwort verwechselt wird (zum Beispiel Saturn statt Jupiter, obwohl beide viele Monde haben).
Vermeiden Sie Antwortmöglichkeiten wie „alle oben genannten“ oder „keine der oben genannten“, da diese die Antwort bereits vorwegnehmen.
Begrenzen Sie die Runden auf 8 bis 10 Fragen, wenn Sie ausschließlich dieses Format verwenden, da das Tempo sonst vorhersehbar wird.

3. Kategorisieren
Kategorisierungsfragen fordern die Teilnehmer auf, eine Reihe von Elementen in die richtigen Gruppen einzuordnen. Anstatt sich an einzelne Fakten zu erinnern, müssen die Teilnehmer verstehen, wie Konzepte miteinander zusammenhängen, was ein tieferes Verständnis prüft.
Beste Anwendungsfälle: Sprachkurse, naturwissenschaftlicher Unterricht oder Biologieunterricht, Einarbeitungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter, betriebliche Schulungen zu Rahmenwerken oder Taxonomien.
Beispielfrage: Ordnen Sie diese Wörter der richtigen Spalte zu: „laufen, Glück, schnell, Hund, schön, springen“. Spalten: Substantiv, Verb, Adjektiv, Adverb.
Dieses Format ist besonders in Unternehmen effektiv. Ein Einarbeitungsquiz für neue Mitarbeiter könnte diese beispielsweise bitten, die Unternehmensausgaben in „Investitionskosten“ und „Betriebskosten“ zu unterteilen. Dadurch werden die Unternehmensrichtlinien ohne Vortrag gefestigt.
Tipps:
Beschränken Sie die Anzahl der Kategorien auf maximal drei oder vier. Mehr Kategorien wirken auf einem Smartphone-Bildschirm unübersichtlich.
Stellen Sie sicher, dass mindestens ein Gegenstand im Set wirklich mehrdeutig ist, um nach der Enthüllung Diskussionen anzuregen.
Im Anschluss an eine Kategorisierungsrunde sollte eine kurze, offene Frage gestellt werden, in der die Teilnehmer gebeten werden, ihre Argumentation bezüglich des schwierigen Gegenstands zu erläutern.

4. Ordne die Paare einander zu
Bei „Paare zuordnen“ werden zwei parallele Listen präsentiert: eine Reihe von Aufgaben auf der einen Seite und eine Reihe von Antworten auf der anderen Seite. Die Teilnehmer verbinden jede Aufgabe per Drag & Drop mit der passenden Antwort.
Beste Anwendungsfälle: Wortschatzerweiterung im Sprachunterricht, Verknüpfung wissenschaftlicher Begriffe mit Definitionen, Zuordnung historischer Persönlichkeiten zu ihren Leistungen, Verknüpfung von Produktmerkmalen mit ihren Vorteilen im Verkaufstraining.
Beispielfrage: Ordnen Sie jede Hauptstadt ihrem Land zu: Oslo / Norwegen, Lissabon / Portugal, Zagreb / Kroatien, Tallinn / Estland.
A passende Paare Round behandelt schnell ein breites Themenspektrum. In einer 90-minütigen Sprachstunde können Sie 10 Vokabeln testen, während ein herkömmliches Arbeitsblatt nur für drei Wörter benötigt.
Tipps:
Verwenden Sie vier bis sechs Paare pro Frage. Weniger als vier sind trivial; mehr als sechs überladen das Bildschirmlayout.
Fügen Sie ein oder zwei Paare hinzu, bei denen die Aufgabe und die Antwort den gleichen Wortstamm haben oder ähnlich klingen, da dies eine häufige Quelle produktiver Fehler beim Sprachenlernen ist.
Bei Quizabenden mit Wettbewerb sollten Teilpunkte vergeben werden, damit die Teilnehmer nicht benachteiligt werden, wenn sie neun von zehn Paaren richtig beantwortet haben.

5. Lückentext
Bei Lückentextfragen erhalten die Teilnehmenden einen Satz oder eine Phrase, in der ein oder mehrere Wörter fehlen. Sie geben die fehlenden Wörter ein. In AhaSlides heißt dieses Format „Kurzantwort“. Sie legen die richtige Antwort und alle zulässigen Varianten fest, und das System wertet die Antworten automatisch aus.
Beste Anwendungsfälle: Songtextrunden bei Kneipenquiz, Filmzitatrunden, Überprüfung präziser Terminologie in technischen Schulungen, Rechtschreibprüfungen im Sprachunterricht.
Beispielfrage: „Im Film Forrest Gump aus dem Jahr 1994 sagt die Hauptfigur: ‚Das Leben ist wie eine Schachtel _.'"
Dieses Format eignet sich besonders gut für Unterhaltungsrunden, da Songtexte und Filmzitate eine eindeutige Antwort haben. Die Teilnehmer wissen sie entweder oder nicht, was vor der Auflösung für echte Spannung sorgt.
Tipps:
Bei Quizabenden sollte man einen kurzen Auszug anstelle des vollständigen Satzes verwenden, damit die Teilnehmer nicht aus dem Kontext auf die Lösung schließen können.
Um eine unfaire Punktevergabe zu vermeiden, sollten auch gängige alternative Schreibweisen oder Abkürzungen als zulässige Antworten aufgeführt werden (z. B. „gonna“ und „going to“, wenn der Liedtext informell ist).
Im Bildungsbereich sollte man einen wichtigen Fachbegriff entfernen, anstatt ein Füllwort, damit die Lücke das Konzept prüft und nicht das Erinnerungsvermögen an die Satzstruktur.

6. Audio-Quiz
Audiofragen spielen einen Audioausschnitt ab und fordern die Teilnehmenden auf, etwas darüber zu identifizieren: den Songtitel, den Interpreten, die gesprochene Sprache oder das Geräusch selbst. In Kombination mit einer Multiple-Choice-Folie in AhaSlides wird der Audioausschnitt automatisch abgespielt, sobald die Frage erscheint.
Beste Anwendungsfälle: Musikrunden bei Kneipenquiz, Sprachkurse, in denen Hörverständnis wichtig ist, Teambuilding-Events, bei denen Popkulturwissen der Aufhänger ist.
Beispielfrage: Spiele 10 Sekunden eines Liedes ab und frage: „Wie heißt dieser Künstler?“ Optionen: Billie Eilish, Olivia Rodrigo, Dua Lipa, Taylor Swift.
Sie sind nicht auf Musik beschränkt. Hier sind drei kreative Möglichkeiten, Audiofragen einzusetzen:
Promi-Imitationen: Spielen Sie eine Audio-Imitation ab und bitten Sie die Teilnehmer, zu erraten, wer imitiert wird. Für die Nennung des Imitators gibt es einen Bonuspunkt.
Hörverstehensrunde: Stellen Sie eine Frage auf Englisch, spielen Sie die gesprochene Antwort in der Zielsprache ab und lassen Sie die Teilnehmer die richtige schriftliche Übersetzung auswählen.
Was ist das für ein Geräusch? Spielen Sie ein Alltagsgeräusch, einen Tierruf oder ein mechanisches Geräusch ab und bitten Sie die Teilnehmer, die Geräuschquelle zu identifizieren.
Tipps:
Die Audioausschnitte sollten 10 bis 15 Sekunden lang sein. Längere Ausschnitte verlangsamen den Erzählfluss und geben zu viele Informationen preis.
Testen Sie den Audiopegel vor der Veranstaltung. Ein zu leiser Clip zerstört die Atmosphäre; ein zu lauter wirkt störend.
Verwenden Sie Audio erst in der zweiten oder dritten Runde eines Quiz, nicht zu Beginn, damit die Teilnehmer zur Ruhe kommen und aufmerksam sind.

7. Der Außenseiter
Bei „Odd-one-out“-Fragen werden vier oder fünf Elemente präsentiert, und die Teilnehmenden werden gebeten, dasjenige zu identifizieren, das nicht dazugehört. Die Herausforderung besteht darin, dass der Zusammenhang zwischen den anderen Elementen so spezifisch sein muss, dass Mehrfachinterpretationen ausgeschlossen sind.
Beste Anwendungsfälle: Allgemeinwissens-Quizrunden in Kneipen, Übungen zum kritischen Denken im Unterricht, Team-Warm-ups, die laterales Denken gegenüber dem Auswendiglernen belohnen.
Beispielfrage: „Welcher gehört nicht dazu: Batman, Wonder Woman, Spider-Man, Superman?“ Antwort: Spider-Man (er gehört zum MCU; die anderen sind DC-Charaktere).
Das Format belohnt Teilnehmer, die subtile Muster erkennen, anstatt diejenigen, die die meisten Fakten kennen. Ein selbstsicheres Team, das die Nuancen übersieht, liegt oft falsch, während ein nachdenkliches Team, das genauer hinsieht, richtig liegt.
Tipps:
Die Verbindung zwischen den richtigen Gruppen muss spezifisch und nachvollziehbar sein. Vermeiden Sie Konstellationen, in denen mehrere Elemente plausiblerweise nicht dazugehören könnten.
Nach der Enthüllung sollte der Zusammenhang kurz erläutert werden. Die Erklärung ist oft der einprägsamste Moment der Runde.
Dieses Format sollte nicht öfter als zweimal pro Quiz verwendet werden, da es sonst zu einer Formel wird.

P.S.: Spider-Man gehört zum MCU, während die anderen Helden zu DC gehören.
8. Richtige Reihenfolge
Bei Fragen zur richtigen Reihenfolge wird eine durcheinandergewürfelte Liste von Ereignissen, Schritten oder Gegenständen präsentiert, die die Teilnehmenden in die richtige Reihenfolge bringen sollen. Dies prüft sowohl Wissen als auch logisches Denken, da selbst Teilwissen es den Teilnehmenden ermöglicht, unmögliche Reihenfolgen auszuschließen und sich der richtigen Antwort anzunähern.
Beste Anwendungsfälle: Geschichtsrunden in Kneipenquizzen, naturwissenschaftliche Unterrichtseinheiten über Prozesse (Mitose, Wasserkreislauf), Sprachrunden, bei denen die Wortreihenfolge im Satz wichtig ist, Einarbeitungsquizze, die die Schritte eines Arbeitsablaufs testen.
Beispielfrage: „Ordnen Sie diese Mondlandungen in chronologischer Reihenfolge: Apollo 17, Apollo 11, Apollo 14, Apollo 12.“
Das Format regt naturgemäß zu Tischdiskussionen an. Die Teams werden die Abfolge der Fragen gemeinsam erörtern, verhandeln und argumentativ durchgehen, was es zu einer der sozial anregendsten Fragetypen in einer Gruppensituation macht.
Tipps:
Verwenden Sie vier bis sechs Elemente. Weniger als vier machen es zu einfach; mehr als sechs bedeuten, dass die Teilnehmer mehr Zeit mit Scrollen als mit Nachdenken verbringen.
Wählen Sie Sequenzen, in denen die Reihenfolge an ein oder zwei Stellen wirklich überraschend ist, zum Beispiel ein historisches Ereignis, das früher stattfand, als die meisten Menschen annehmen.
Im Unterricht sollte man im Anschluss eine Frage stellen, in der man die Schüler auffordert zu erklären, warum ein bestimmter Schritt vor einem anderen erfolgen muss. Dadurch wird das Erinnern in logisches Denken umgewandelt.


9. Richtig oder falsch
Wahr-oder-Falsch-Quizze Sie sind das einfachste Format auf dieser Liste, und genau das macht sie so effektiv. Man stellt eine Behauptung auf, und die Teilnehmer entscheiden, ob sie richtig ist. Keine abzuwägenden Optionen, keine zu sortierenden Listen – eine binäre Entscheidung.
Beste Anwendungsfälle: Eisbrecher zu Beginn eines Quiz oder Meetings, Entscheidungsrunden bei Gleichstand, schnelle Neustarts mitten im Quiz, wenn die Energie nachlässt, lockere Aufwärmübungen im Klassenzimmer.
Beispielfrage: „Richtig oder falsch: Eine Gruppe Flamingos wird als Flamboyanz bezeichnet.“ (Richtig.)
Die Kunst besteht darin, Aussagen zu formulieren, die in beide Richtungen plausibel klingen. Häufige Irrtümer und überraschende, aber wahre Fakten eignen sich am besten. „Goldfische haben ein Drei-Sekunden-Gedächtnis“ ist ein klassisches Beispiel: Die meisten Menschen glauben es, obwohl es falsch ist.
Tipps:
Vermeiden Sie Muster. Wenn sich jede zunächst kontraintuitiv klingende Aussage in Ihrem Set als wahr erweist, werden die Teilnehmer das Muster erkennen und ohne Nachdenken richtig raten.
Man mischt publikumswirksame Wissenshäppchen (Promi-Fakten, Popkultur) mit wirklich informativen Behauptungen (wissenschaftliche Mythen, historische Korrekturen), um unterschiedliche Teilnehmergruppen anzusprechen.
Richtig-oder-Falsch-Runden eignen sich gut als letzte Runde eines Quiz: Sie sind schnell, der Druck ist gering, und eine überraschende Tatsache am Ende gibt den Teilnehmern etwas zum Reden mit nach Hause.

Die richtige Quizart für Ihre Situation auswählen
Nicht jedes Format eignet sich für jede Situation. Hier ist eine kurze Übersicht:
| Deine Situation | Beste Quizart(en) |
|---|---|
| Große Gruppe, begrenzte Zeit | Multiple-Choice-Frage: Richtig oder Falsch |
| Überprüfung des Klassenverständnisses | Offene Fragen, Lückentexte, Kategorisierung |
| Kneipenquizabend | Audio, das unpassende Element, richtige Reihenfolge |
| Teambildung oder Eisbrecher | Wahr oder falsch, welches der beiden passt nicht? |
| Sprachen lernen | Ordne die Paare zu, fülle die Lücken aus, Audio |
| Schulung und Einarbeitung | Kategorisieren, Reihenfolge korrigieren, Mehrfachauswahl |
Die spannendsten Quizabende kombinieren drei oder vier Formate in verschiedenen Runden. Ein Kneipenquiz, das mit Multiple-Choice-Fragen beginnt, in eine Audio-Runde übergeht und mit einer historischen Quiz-Herausforderung in der richtigen Reihenfolge abschließt, bietet drei unterschiedliche kognitive Herausforderungen und sorgt dafür, dass die Teilnehmer den Abend sichtlich genossen haben.
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