Der Wandel hin zur gemeinsamen Gestaltung: Warum die besten Lernergebnisse durch gemeinsames Lernen entstehen.

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Die Sitzungen mit der größten Beteiligung sind nicht diejenigen mit den besten Präsentationsfolien oder dem ausgefeiltesten Inhalt. Es sind diejenigen, bei denen die Teilnehmer aktiv mitgestalten konnten, was im Raum geschah.

Dieses Muster hören wir immer wieder von den Trainern, Moderatoren und Personalentwicklern, mit denen wir zusammenarbeiten. Und für viele von ihnen ist es längst kein nettes Extra mehr. Co-Creation bindet die Lernenden in die Gestaltung des Lernprozesses ein; sie wird immer wichtiger dafür, dass Schulungen nachhaltig wirken.

Wie Co-Kreation aussieht

Es ist weniger dramatisch, als es klingt. In der Praxis bedeutet das beispielsweise: Die Teilnehmenden werden gebeten, ihre größten Herausforderungen vor oder zu Beginn einer Sitzung zu benennen, und die Agenda wird anschließend entsprechend angepasst. Die Gruppe kann die für sie wichtigsten Themen oder Techniken priorisieren. Anonyme Beiträge fördern ehrliche und originelle Ideen, anstatt dass alle einfach dem ersten Wort folgen. Nach wichtigen Abschnitten wird eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, was gut angekommen ist – und diese Erkenntnisse fließen dann in die Gestaltung der nächsten Sitzung ein.

Keine sechsmonatige Umgestaltung. Nur die Bereitschaft, den Raum mit einzubeziehen und einfache, leicht zugängliche interaktive Präsentationsplattformen.

Warum es funktioniert

Drei Dinge machen Co-Creation heute relevanter denn je.

Erstens ist Aufmerksamkeit Mangelware. Wenn Mitarbeiter für Schulungen aus ihrem Arbeitsalltag herausgenommen werden, muss der Inhalt unmittelbar relevant sein – nicht theoretisch nützlich, sondern direkt und im Moment. Co-Creation schließt diese Lücke, da die Lernenden ihre Bedürfnisse mitgeteilt haben.

Zweitens hat die KI zwar den Inhalt verändert, nicht aber die zwischenmenschlichen Beziehungen. KI ist hervorragend geeignet, um Inhalte schneller zu generieren, doch mehr Inhalte lösen nicht das eigentliche Problem: Findet die Person im Raum, dass diese Sitzung ihre Zeit wert ist? KI kümmert sich um das Angebot. Co-Creation kümmert sich um die Nachfrage.

Drittens sinkt das Engagement und die alten Strategien funktionieren nicht mehr. Die neuesten globalen Daten von Gallup zeigen, dass das Engagement so niedrig ist wie seit Jahren nicht mehr, und Studien belegen immer wieder, dass nur ein Bruchteil der Lernenden das Gelernte im Berufsalltag anwendet. Diejenigen, die diesem Trend entgegenwirken, haben eines gemeinsam: Sie verzichten darauf, den Lernenden Wissen zu vermitteln, und beginnen stattdessen, gemeinsam mit ihnen etwas zu entwickeln.

Die Herausforderung

Seien wir ehrlich – Co-Creation erfordert von den Moderatoren, einen Teil der Kontrolle abzugeben. Man landet möglicherweise in einer ungeplanten Richtung. Die Session wirkt vielleicht etwas weniger professionell. Und wenn man um ehrliches Feedback bittet, hört man unter Umständen, dass etwas, worauf man wochenlang hingearbeitet hat, nicht ankam.

Doch erfolgreiche Praktiker betonen immer wieder dasselbe: Das Unbehagen ist der Sinn der Sache. Eine etwas chaotischere Sitzung, in der die Teilnehmer wirklich mitmachen, ist besser als eine perfekt strukturierte, in der sie innerlich schon abgeschaltet haben.

Erste Schritte

Sie müssen nicht Ihr gesamtes Programm umgestalten. Beginnen Sie mit einer Sitzung und einer Übung:

Fragen Sie die Teilnehmenden vor der Sitzung, was sie sich vom Ergebnis erhoffen. Blenden Sie während der Sitzung eine Live-Wortwolke ein und lassen Sie die Teilnehmenden ihre wichtigsten Gedanken äußern – Sie werden in Sekundenschnelle Muster erkennen, für die in einer Gesprächsrunde 20 Minuten nötig wären. Fragen Sie nach der Sitzung, was gut angekommen ist und was nicht. Nutzen Sie diese Erkenntnisse beim nächsten Mal.

Das ist es. Das ist Co-Kreation in ihrer einfachsten Form. Und wenn man erst einmal die Veränderung im Raum erlebt hat, will man nie wieder zum alten Weg zurückkehren.

Co-Creation erfordert keine komplette Programmumstellung. Es braucht nur eine Sitzung, eine Frage und die Bereitschaft, alle einzubeziehen. Wenn Sie darüber nachdenken, dies unternehmensweit einzuführen, helfen wir Ihnen gerne. Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht. hier.

Referenzen

  1. Gallup, „State of the Global Workplace 2025“ — gallup.com/workplace/349484/state-of-the-global-workplace.aspx
  2. Gallup, „Mitarbeiterengagement sinkt auf 10-Jahres-Tiefstand“ gallup.com/workplace/692954/anemic-employee-engagement-points-leadership-challenges.aspx
  3. TalentLMS, „Der L&D-Bericht 2026: Der Stand des Lernens am Arbeitsplatz“ — talentlms.com/research/learning-development-report-2026
  4. Growth Engineering, „12 L&D-Trends für 2025“ — growthengineering.co.uk/learning-trends
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