Die ersten Tage sind nervenaufreibend. Man betritt den Konferenzraum, und plötzlich sind alle Blicke auf einen gerichtet. Man ist wie gelähmt. Was soll man sagen? Wie wirkt man selbstsicher, ohne einstudiert zu erscheinen?
Das kennen wir alle. Die gute Nachricht? Für eine gelungene Einführung braucht es keine Perfektion – nur Vorbereitung und Authentizität.
In diesem Leitfaden führen wir Sie Schritt für Schritt durch alle Schritte. wie man sich einem neuen Team vorstellt Ob Sie Kollegen persönlich treffen oder virtuell teilnehmen: Sie erhalten bewährte Strategien, Beispiele aus der Praxis und praktische Tipps, die Ihnen helfen, einen hervorragenden ersten Eindruck zu hinterlassen – ganz ohne Peinlichkeiten.
Warum Ihre Einleitung wichtiger ist, als Sie denken
Der erste Eindruck besteht nicht nur aus Höflichkeit – er prägt auch, wie Kollegen Ihre Kompetenz, Ihre Zugänglichkeit und Ihre Eignung für das Team wahrnehmen.
Forschungen der Princeton University zeigen, dass Menschen sich innerhalb von Millisekunden nach dem Kennenlernen ein Urteil über Ihre Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz bilden. Sie können zwar nicht alles kontrollieren, aber Sie können Ihre Vorbereitung selbst in die Hand nehmen.
Eine durchdachte Einleitung hilft Ihnen dabei:
- Bauen Sie Glaubwürdigkeit auf und etablieren Sie sich als professioneller Mitarbeiter.
- Schaffen Sie Verbindungen, die die Zusammenarbeit erleichtern
- Den Grundstein für zukünftige Arbeitsbeziehungen legen
- Reduzieren Sie die Nervosität am ersten Tag, indem Sie einen Plan haben.
Betrachten Sie Ihre Vorstellung als Ihren professionellen Handschlag – kurz, selbstbewusst und einprägsam.

Das dreiteilige Rahmenkonzept zur Selbstvorstellung
Die besten Einleitungen folgen einer einfachen Struktur, die in jedem Kontext funktioniert. Folgendes sollte enthalten sein:
Teil 1: Wer du bist und was du tust
Beginnen Sie mit Ihrem Namen und Ihrer Funktion. Das ist die Grundlage – unkompliziert und klar.
Beispiel: „Hallo zusammen, ich bin Maria Chen und bin seit Kurzem als neue Produktmarketingmanagerin tätig.“
Teil 2: Relevanter Hintergrund oder Fachkenntnisse
Schildern Sie ein oder zwei relevante Erfahrungen, die Ihre Qualifikation belegen, ohne dass es so klingt, als würden Sie Ihren Lebenslauf vorlesen.
Beispiel: „Ich habe die letzten vier Jahre bei einem SaaS-Startup verbracht, wo ich bei der Markteinführung von drei Produkten mitgewirkt und unsere Nutzerbasis um 200 % vergrößert habe.“
Teil 3: Was begeistert Sie daran, hier zu sein?
Schließen Sie mit einer positiven Note ab, die Begeisterung und Offenheit für Zusammenarbeit zeigt.
Beispiel: „Ich freue mich darauf, meine Erfahrung hier einzubringen und von Ihnen allen zu lernen, während wir an den neuen Kampagnenstarts arbeiten.“
Diese Formel benötigt etwa 30 Sekunden, um Wirkung zu erzielen – gerade genug, um Eindruck zu machen, ohne das Gespräch zu dominieren.
Beispiel 1: Sich dem direkten Team vorstellen (persönlich)
Das Szenario: Sie treffen Ihr direktes Team zum ersten Mal während einer Teamsitzung.
Die Einleitung:
Guten Morgen zusammen! Mein Name ist Alex Rodriguez, und ich bin Ihr neuer Account Manager. Ich arbeite seit etwa sechs Jahren im Kundenservice, zuletzt in einer Digitalagentur, wo ich Kunden aus dem Technologiebereich betreut habe. Ich weiß, dass Übergänge manchmal schwierig sein können, deshalb möchte ich Sie unterstützen und dafür sorgen, dass unsere Kunden während dieser Veränderung zufrieden bleiben. Ich freue mich darauf, Ihre Arbeitsweise kennenzulernen und gemeinsam mit Ihnen unsere Prozesse weiter zu optimieren. Sprechen Sie mich jederzeit gerne an – ich helfe Ihnen gerne weiter.
Warum das funktioniert:
- Berücksichtigt die bestehenden Beziehungen und Arbeitsabläufe des Teams.
- Zeigt Bewusstsein dafür, dass ein neues Mitglied Unsicherheit hervorrufen kann.
- Positioniert Alex als Kollaborateur, nicht als Störenfried.
- Lädt zur Kontaktaufnahme ein, ohne übermäßig formell zu sein.
Profi-Tipp: Wenn du einem kleineren Team (5-10 Personen) beitrittst, erstelle ein unterhaltsames Quiz über dich selbst und eine Wortwolken-Aktivität, um eure Teamnamen mithilfe einer interaktiven Plattform wie z. B. zu lernen. AhaSlidesDadurch entsteht ein Dialog auf beiden Seiten und Sie lernen sofort Namen und Rollen.

Beispiel 2: Sich per E-Mail einem großen Team vorstellen
Das Szenario: Sie treten einem Unternehmen bei, in dessen Abteilung mehr als 50 Mitarbeiter tätig sind, und eine persönliche Einführung ist nicht praktikabel.
Betreff: Vorstellung des neuen Teammitglieds: [Ihr Name]
Die Email:
Hallo Team,
Ich möchte mich kurz vorstellen, da ich meine erste Woche bei [Firmenname] beginne. Mein Name ist Jordan Kim, und ich werde dem Operations-Team als Senior Operations Coordinator beitreten.
Ein paar Worte zu mir: Ich habe die letzten fünf Jahre im Bereich Logistik und Supply-Chain-Management gearbeitet und mich dabei auf die Optimierung von Prozessen und die Verkürzung von Lieferzeiten konzentriert. Ich freue mich darauf, meine Erfahrung hier einzubringen und dazu beizutragen, unsere Abläufe so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Außerhalb der Arbeit bin ich ein großer Kaffeeliebhaber (Empfehlungen sind willkommen!) und gehe am Wochenende sehr gerne wandern.
Ich freue mich darauf, euch alle kennenzulernen und mehr über eure Projekte zu erfahren. Wenn ihr Kontakt aufnehmen möchtet, meldet euch gerne – ich würde mich freuen, mit euch einen Kaffee trinken zu gehen oder kurz zu plaudern.
Vielen Dank für den herzlichen Empfang bisher!
Beste,
Jordanien
Warum das funktioniert:
- Eine klare Betreffzeile erleichtert das Ablegen und Wiederfinden.
- Verbindet Professionalität mit Persönlichkeit
- Zeigt Verletzlichkeit und Offenheit (indem er um Empfehlungen bittet)
- Konkrete Angaben zu Rolle und Hintergrund, ohne zu viel preiszugeben.
- Beinhaltet eine klare Handlungsaufforderung zur Nachverfolgung.
Profi-Tipp: Senden Sie diese E-Mail am zweiten oder dritten Tag, nicht am ersten. So haben Sie Zeit, einige Leute persönlich kennenzulernen, und Ihre E-Mail wirkt authentischer und weniger wie ein Standardbrief.
Beispiel 3: Sich einem virtuellen Team vorstellen
Das Szenario: Sie werden Teil eines vollständig remote arbeitenden Teams und lernen alle zum ersten Mal per Videoanruf kennen.
Die Einleitung:
Hallo zusammen! Schön, euch alle endlich kennenzulernen – ich bin Sam Patel, der neue UX-Designer im Produktteam. Ich gestalte seit etwa sieben Jahren digitale Erlebnisse, hauptsächlich für E-Commerce- und Fintech-Produkte. Was ich an UX am meisten liebe, ist, die perfekte Balance zwischen Nutzerbedürfnissen und Unternehmenszielen zu finden.
Ich lebe in Austin, Texas, daher arbeite ich in der Zeitzone Central Time. In meiner Freizeit tüftle ich meist an Nebenprojekten oder erkunde neue Cafés in der Stadt.
Ich weiß, dass die Zusammenarbeit aus der Ferne etwas Eingewöhnungszeit erfordert, deshalb bin ich gespannt darauf, wie ihr alle am liebsten zusammenarbeitet. Meldet euch gerne, wenn ihr Fragen habt oder einfach nur plaudern wollt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit euch!
Warum das funktioniert:
- Erwähnt die Zeitzone (entscheidend für Remote-Teams)
- Gemeinsamer Standort schafft gemeinsame Basis
- Erkennt die Dynamik der Fernarbeit an.
- Persönliche Details machen Sam nahbarer.
- Klare Einladung zur Kontaktaufnahme
Profi-Tipp: Schalten Sie Ihre Kamera ein und positionieren Sie sie auf Augenhöhe. Gute Beleuchtung und Blickkontakt (in die Kamera schauen, nicht auf Ihr eigenes Bild) machen einen großen Unterschied, wie engagiert Sie wirken. Lächeln Sie natürlich – das lässt Sie auch im Video enthusiastischer klingen.
Geheimnisse der Körpersprache, die Ihre Vorstellung verstärken
Deine Worte sind wichtig, aber deine Körpersprache sagt viel mehr aus. Studien zeigen, dass 55 % der Kommunikation nonverbal erfolgt. Achte also darauf, wie du dich präsentierst.
Tipps für den persönlichen Kontakt:
- Stehen Sie aufrecht mit zurückgezogenen Schultern – eine selbstbewusste Haltung lässt Sie kompetenter wirken.
- Halten Sie mit jeder Person 3-5 Sekunden lang Augenkontakt.
- Lächeln Sie aufrichtig, wenn Sie zum ersten Mal Blickkontakt aufnehmen.
- Bieten Sie einen festen Händedruck an (nicht zu fest, nicht zu schlaff).
- Verschränken Sie die Arme nicht, um offen und zugänglich zu wirken.
Tipps für virtuelle Meetings:
- Positionieren Sie Ihre Kamera auf Augenhöhe.
- Sitzen Sie aufrecht und lehnen Sie sich leicht nach vorn, um Engagement zu zeigen.
- Schauen Sie beim Sprechen in die Kamera, nicht auf die Gesichter auf dem Bildschirm.
- Setzen Sie Handgesten ganz natürlich ein – sie vermitteln Begeisterung.
- Vermeiden Sie es, mit Gegenständen in Ihren Händen herumzuspielen.
Betrachten Sie Ihre Körpersprache als Rahmen für Ihre Vorstellung. Der richtige Rahmen lässt alles darin besser wirken.
Was Sie nach Ihrer Einführung tun sollten
Ihre Kontaktaufnahme ist nur der Anfang. Die eigentliche Arbeit des Beziehungsaufbaus findet in den darauffolgenden Stunden und Tagen statt.
Stellen Sie nachdenkliche Fragen
Nachdem Sie sich vorgestellt haben, zeigen Sie echtes Interesse an anderen. Stellen Sie Fragen wie:
- „Was ist das interessanteste Projekt, an dem Sie gerade arbeiten?“
- „Wie lange sind Sie schon im Unternehmen?“
- „Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrer Arbeit hier?“
Die Menschen reden gern über sich selbst, und aufmerksames Zuhören hilft dabei, schnell eine gute Beziehung aufzubauen.
individuell nachfassen
Senden Sie eine kurze Nachricht oder E-Mail an die Personen, mit denen Sie gesprochen haben:
Hallo [Name], es war schön, Sie vorhin kennenzulernen! Ich würde gerne mehr über [das erwähnte Projekt] erfahren. Hätten Sie diese Woche 15 Minuten Zeit für ein kurzes Gespräch bei einer Tasse Kaffee?
Das zeugt von Eigeninitiative und echtem Interesse und bietet Ihnen eine natürliche Möglichkeit, die Verbindung zu vertiefen.
Erst beobachten, dann beitragen
Konzentrieren Sie sich in den ersten ein bis zwei Wochen auf das Zuhören und Lernen. Achten Sie auf Folgendes:
- Wie Menschen kommunizieren (formelle E-Mails vs. informelle Slack-Nachrichten)
- Dynamik in Besprechungen und wer tendenziell die Diskussion leitet
- Ungeschriebene Regeln zu Arbeitszeiten, Reaktionsfähigkeit und Zusammenarbeit
Das Verständnis der Unternehmenskultur hilft Ihnen dabei, Ihren Arbeitsstil an das Team anzupassen.
Häufige Fehler zu vermeiden
Selbst bei besten Absichten können manche Kennenlernversuche nach hinten losgehen. Hier sind einige Dinge, die Sie vermeiden sollten:
1. Zu häufige Preisgabe persönlicher Informationen
Verzichten Sie auf tiefgründige persönliche Geschichten. Ihre Scheidung, gesundheitliche Probleme oder familiäre Konflikte sind keine geeigneten Themen für den ersten Tag. Bleiben Sie professionell, aber mit einer Prise persönlicher Note.
2. Klingt einstudiert oder roboterhaft
Wenn Sie Ihre Einleitung Wort für Wort auswendig lernen, wirkt das steif. Merken Sie sich stattdessen die wichtigsten Stichpunkte und lassen Sie die Worte natürlich fließen.
3. Zu lange reden
Dauert Ihre Vorstellung länger als 60 Sekunden, haben Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer verloren. Halten Sie sie kurz – später, wenn Sie Ihre Kollegen besser kennenlernen, bleibt noch Zeit für weitere Informationen.
4. Namensnennung oder Prahlerei
Beeindruckende Leistungen zu erwähnen ist gut und schön, aber sie so darzustellen, dass sie dem Team helfen (und nicht, um es zu beeindrucken), macht den entscheidenden Unterschied.
Falsch: „Bei meinem letzten Arbeitgeber habe ich drei Branchenauszeichnungen gewonnen.“
Rechts: „Ich habe Kampagnen gestartet, die branchenweite Anerkennung gefunden haben, und ich freue mich darauf, diese Strategien hier einzubringen.“
5. Namen sofort vergessen
Wenn sich jemand vorstellt, wiederholen Sie seinen Namen: „Schön, Sie kennenzulernen, Rachel.“ Das hilft, ihn sich besser zu merken und zeigt, dass Sie aufmerksam zuhören.
Virtuelle Vorstellungsrunden weniger unangenehm gestalten
Remote-Arbeit bringt besondere Herausforderungen für Vorstellungsrunden mit sich. Man kann die Stimmung im Raum nicht so leicht einschätzen, und technische Probleme können den Schwung schnell zunichtemachen. So gestalten Sie virtuelle Vorstellungsrunden reibungsloser:
Vereinbaren Sie Einzelgespräche bei einer Tasse Kaffee.
Vereinbaren Sie 15-minütige virtuelle Kaffeegespräche mit wichtigen Teammitgliedern. Diese informellen Unterhaltungen helfen Ihnen, Beziehungen schneller aufzubauen als große Gruppenbesprechungen.
Nutzen Sie Videos, wann immer möglich.
Wenn die Kameras ausgeschaltet sind, wirkt das unpersönlich. Gesichter zu sehen, schafft Vertrauen und lässt Gespräche menschlicher wirken.
Sende eine Selbstvorstellung in Slack oder Teams.
Veröffentlichen Sie eine freundliche Vorstellung mit Foto im Kommunikationskanal Ihres Teams. Fügen Sie Folgendes hinzu:
- Ihr Name und Ihre Rolle
- Ein Satz zu Ihrem Hintergrund
- Eine interessante Tatsache oder ein Hobby
- Ihre Zeitzone (für Remote-Teams)
Ejemplo:
Hallo zusammen! 👋 Ich bin Julia Santos, eure neue Content-Strategin. Die letzten sechs Jahre habe ich Content für Marken im Gesundheitswesen erstellt. Wenn ich nicht gerade schreibe, bin ich meistens beim Yoga oder probiere neue Rezepte aus (mit gemischtem Erfolg 😄). Ich lebe in der Pazifikzeit, bin aber gerne bereit, an Telefonaten über andere Zeitzonen hinweg teilzunehmen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit euch!
Beteilige dich aktiv an den Teamkanälen.
Sei nicht nur passiver Beobachter. Stelle Fragen, teile deine Erkenntnisse und reagiere auf Nachrichten. Regelmäßiges Engagement hilft dir, schneller ein vollwertiges Teammitglied zu werden.

Unter dem Strich
Sich einem neuen Team vorzustellen, muss nicht stressig sein. Mit der richtigen Vorbereitung – einer klaren Struktur, echter Begeisterung und Achtsamkeit für die Körpersprache – können Sie einen starken ersten Eindruck hinterlassen und so die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit schaffen.
Erinnern Sie sich:
- Halten Sie Ihre Einleitung unter 60 Sekunden.
- Schildern Sie Ihren relevanten Hintergrund, ohne dass es wie ein Lebenslauf klingt.
- Zeigen Sie Begeisterung für die Zusammenarbeit
- Anschließend Einzelgespräche führen
- Hören Sie in der ersten Woche mehr zu, als Sie reden.
Ihr erster Tag ist erst der Anfang. Die Beziehungen, die Sie in den ersten Wochen knüpfen, werden Ihre Erfahrungen für die kommenden Monate prägen. Investieren Sie daher Zeit und Mühe, um authentische Kontakte zu Ihren Kollegen aufzubauen.
Jetzt aber ran an die Arbeit und zeig, was du mit der Einleitung drauf hast!
Es gibt einen Teil der ...
